Acht Begriffe, die dir in jeder KI-Fortbildung begegnen. Ich erkläre dir jeden kurz und sage, was er für dich bedeutet.
Die wichtigsten acht Begriffe, um KI im Schulkontext zu verstehen:
Die ersten vier erklären dir, was hinter KI steckt: Künstliche Intelligenz, Sprachmodell,
Prompt, Trainingsdaten.
Die letzten vier sagen, worauf du achten musst: Halluzination, personenbezogene Daten,
KI-Kennzeichnung, Schul-KI.
Mehr brauchst du an Begriffen erst einmal nicht, alles andere ist Fachliteratur.
Der Oberbegriff, unter dem alles Mögliche verkauft wird. Er umfasst Bilderkennung, Übersetzungsprogramme, Empfehlungssysteme und eben auch die Chatbots, um die es gerade geht.
Für dich heißt das: Nicht jedes Programm, das „KI“ draufschreibt, ist eines. Frag im Zweifel nach, was das Werkzeug konkret tut.
Die Sorte KI, um die es hier geht: ChatGPT, Gemini, Claude. Ein Sprachmodell sagt voraus, welches Wort als nächstes am wahrscheinlichsten kommt - Wort für Wort, bis der Text fertig ist.
Für dich heißt das: Sie rechnen nicht und sie verstehen nicht, sondern sie formulieren. Das erklärt gleichzeitig, warum sie beim Schreiben so gut und beim Rechnen so unzuverlässig sind.
Dein Auftrag an die KI. Je genauer, desto brauchbarer das Ergebnis.
Für dich heißt das: Rolle, Kontext, Auftrag, Format - vier Angaben, und aus Mittelmaß wird Material. Zwei vollständige Beispiele stehen unter Prompts für den Grundschulalltag.
Womit das Modell gefüttert wurde: sehr große Mengen Text aus dem Internet, aus Büchern, aus Foren. Was nicht darin vorkam, kennt das Modell nicht.
Für dich heißt das: Es kennt keinen einzigen deiner Schüler, keinen Förderplan und keinen Lehrplan deines Bundeslandes. „Klasse 2“ ist für das Modell ein Wort, nicht deine Klasse 2 im November.
Die KI erfindet etwas, das plausibel klingt und falsch ist: eine Jahreszahl, eine Quelle, ein Tier, einen Betrag im Elternbrief. Das passiert nicht selten und nicht auffällig, sondern beiläufig und in gutem Deutsch.
Für dich heißt das: KI für die Form, nicht für die Fakten. Und Zahlen immer gegenlesen.
Alles, was auf ein bestimmtes Kind zurückführt - auch ohne Namen. „L., 2b, sehr unruhig“ ist ein personenbezogenes Datum, ein Foto ebenfalls, eine Klassenliste gleich ein ganzer Satz davon.
Für dich heißt das: Die Postkarten-Regel: Schreib nur hinein, was auch auf einer Postkarte stehen dürfte. Ausführlich unter Darf ich Schülernamen in ChatGPT eingeben?
Seit August 2026 müssen täuschend echte KI-Bilder gekennzeichnet werden.
Für dich heißt das: Ein fotorealistisches KI-Bild auf der Schulhomepage oder im Elternbrief braucht einen Hinweis. Eine gezeichnete Illustration fürs Arbeitsblatt nicht.
Umgebungen, die speziell für Schulen gebaut sind und weniger Daten abfließen lassen als ein privates ChatGPT-Konto. Mehrere Bundesländer stellen eigene Zugänge bereit, andere kaufen Lizenzen bei Anbietern ein.
Für dich heißt das: Frag erst nach, ob deine Schule einen Zugang hat. Mit einem privaten Konto trägst du das Datenschutzrisiko allein.
Token, Modell, neuronales Netz, Machine Learning, LLM, API. Das sind Wörter aus der Fachliteratur, nicht aus dem Lehrerzimmer. Du kannst KI wunderbar für deine Arbeit nutzen, ohne solche Fachbegriffe zu kennen. So wie du auch Auto fahren kannst, ohne die Zündfolge deines Motors zu kennen. Wenn dich eines davon interessiert, frag mich im Kurs. Dort sind alle Fragen zu KI willkommen.
In Ruhe lernenDiese Seite gibt den Stand vom September 2026 wieder. Der Grundwortschatz gehört als gestaltetes Blatt zum Aushängen zum kostenlosen Schnupperseminar.
Künstliche Intelligenz ist der Oberbegriff für sehr verschiedene Verfahren. Ein Sprachmodell ist eine bestimmte Sorte davon: ein System, das Texte erzeugt, indem es Wort für Wort das wahrscheinlichste nächste Wort vorhersagt. ChatGPT, Gemini und Claude sind Sprachmodelle.
Weil sie nicht nachschlägt, sondern fortsetzt. Wo in einem Text üblicherweise eine Jahreszahl oder ein Betrag steht, setzt das Modell eine plausible ein - unabhängig davon, ob sie stimmt. Das ist kein Fehler im Programm, sondern die Funktionsweise.
Fast. Ein Prompt ist alles, was du eingibst: eine Frage, ein Auftrag, ein Beispieltext oder alles zusammen. Gute Prompts sind selten Fragen, sondern Aufträge mit Angaben zu Rolle, Zielgruppe und Form.
Ja, mit Hinweis, sobald sie täuschend echt aussehen. Seit August 2026 gilt eine Kennzeichnungspflicht für fotorealistische KI-Bilder. Eine erkennbar gezeichnete Illustration auf einem Arbeitsblatt fällt nicht darunter.
Frag im Sekretariat oder bei der medienbeauftragten Kollegin nach dem Landeszugang oder einer Lizenz. Viele Schulen haben einen, ohne dass es im Kollegium bekannt ist - das ist einer der häufigsten Aha-Momente in meinen Fortbildungen.
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